Alle Artikel in: Architekturfotografie

Historische Fenster

Fenster erzählen Geschichte und prägen die Fassaden wie kein anderes Bauteil. Sie sind Zeugnisse früherer Wohnkultur und Handwerkstechnik. Sie spiegeln den technologischen Fortschritt in der Glasherstellung und Holzverarbeitung genauso wie die gestalterischen Ideale der Entstehungszeit. Den Fensterbestand, der seine Langlebigkeit bereits unter Beweis gestellt hat, zu erhalten, ist daher ein wichtiges Anliegen der Denkmalpflege. Historische Fenster gelten hinsichtlich der Wärmedämmung und der Zugluftdichtigkeit oft als nicht zeitgemäß. Eine gewünschte Verbesserung des Wohnkomforts muss jedoch nicht zwangsläufig mit dem Austausch der historischen Fenster einhergehen. Seit dem frühen 19. Jahrhundert haben sich äußere Vorsatzfenster, auch Winterfenster genannt, erhalten. Sie werden im Winter temporär auf der Außenseite am Rahmen montiert, manchmal aber auch ganzjährig dort belassen. Winterfenster verbessern die Zugluftdichtigkeit und bieten Schutz vor Schlagregen und Schall sowie in gewissem Maße auch vor Wärmeverlusten. Kastenfenster haben zwei Fensterebenen, die durch einen Kastenrahmen aus Holz miteinander verbunden sind.Die ersten Kastenfensterkonstruktionen tauchen zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Gebäuden mit höherem Ausstattungsstandard auf. Mit ihren positiven Eigenschaften bei Wärmedämmung und Schallschutz bleiben sie bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gerade …

BMW-Welt in der Blauen Stunde

„Die BMW Welt ist in ihrer futuristischen Architektur einzigartig. Die aus dem formgebenden Doppelkegel entspringende, 16.000 m² große Dachwolke, wird von nur zwölf Pendelstützen getragen und vermittelt einen schwebenden Eindruck. Der in Glas und Stahl gebannte Tornadowirbel, der sich nach oben schraubt und im ebenso wie eine Wolke frei schwebenden und fliegenden Dach endet, entsteht durch eine dynamische Verformung der beiden Trägerlagen und bildet ein Hauptauflager des Daches.“ So liest man auf der Homepage der BMW Welt über die Architektur, die dem Dekonstruktivismus zugeordnet wird. Im Dezember 2001 hatte sich der Vorstand der BMW AG nach detaillierter Beratung für den architektonischen Entwurf von COOP HIMMELB(L)AU entschieden.

Blaue Stunde und Nachtfotografie

Am Abend und bei Nacht entstehen sehr reizvolle Fotos. Viele scheuen jedoch den Aufwand und das Know-How, das hinter guten Nachtaufnahmen steckt. Besonders interessant sind solche Fotos in Städten wie München, da sie bei Dunkelheit eine Vielzahl von Straßenlichtern, Fahrzeugen und beleuchteten Gebäuden entfalten. Im Dunkeln wirkt eine Stadt oftmals viel interessanter, als am Tage. Die blaue Stunde ist nicht, wie man vermuten könnte, exakt eine Stunde lang. Sie ist je nach geografischer Lage und Jahreszeit zum Teil nur 10 Minuten lang, manchmal wird es gar nicht richtig dunkel. Zum Frühlingsanfang – an dem entstanden die Fotos in der Galerie unten – ist die blaue Stunde in München ca. 45 Minuten lang sichtbar. Die blaue Stunde ist die Zeit direkt vor Sonnenauf- oder direkt nach Sonnenuntergang.

Architekturfotografie des Museums Brandhorst

Architekturfotografie im Kunstareal

Das Kunstareal München mit der Pinakothek der Moderne und dem Museum Brandhorst bietet dem Fotografen zahlreiche architektonische Motive, an denen er die Besonderheiten der Architekturfotografie üben kann. „Am Anfang war die Geometrie“, so Henri Cartier-Bresson in einem Interview über seine Haltung zur Fotografie. „Für mich ist die Photographie die Anerkennung eines Rhythmus von Flächen, Linien und Tonwerten“ und „wir müssen uns ständig um den Bildaufbau Gedanken machen“, erklärt er in seinem Manifest als Vorwort zu Images à la sauvette 1952. Eine gewisse Faszination für die Geometrie kann in der Architekturfotografie nie schaden. Um ein dreidimensionales Gebäude auf einem zweidimensionalen Bild darzustellen ist ein Blick für die Proportionen wichtig, der die Architektursprache auf die Bildkomposition übertragen. Mal ist es eine Mauer parallel zur Bildebene, mal ein Perspektivraum mit deutlich grafischen Linien, die in die Tiefe fluchten wie bei dem Foto von der Fassade des Museum Brandhorst. Ich nahm diese sowohl in Farbe als auch in Schwarzweiß auf. Die Schwarzweiß-Fotografie ist eine Abstraktion der Wirklichkeit, die gerade in der Architekturfotografie das geometrische des Bildinhaltes betont, und oft …

Frankfurt - Architekturfotografie

Architektur als MARKENzeichen

Ihre Architektur setzen Unternehmen schon lange ein, um damit Kommunikationsbotschaften zu senden. Der Firmensitz wird zur Darstellung der Unternehmensphilosophie. Corporate Architecture vermittelt sie die strategischen Botschaften des Unternehmens durch inszenierte Orte, Gebäude und Räume. Ergebnis sind einzigartige, lebendige und attraktive innere Gedächtnisbilder, die entstehen, wenn die Bezugsgruppen an das Unternehmen denken. Legendär das Beispiel des AEG-Hausarchitekten und Generalgestalters Peter Behrens: Er gestaltete mit seinem Team, zu dem Walter Gropius, Mies van der Rohe und Le Corbusier gehörten, nicht nur Produkte, Kataloge und Preislisten für die AEG sondern auch Ausstellungsräume und sogar Wohnungen für die Arbeiter. Glanzstück war eine Montagehalle für die Turbinenfabrik in Berlin-Moabit, die er 1909 schuf und Fortschritt demonstrierte. Heute werden nach wie vor namhafte Architekten für den Entwurf von Firmensitzen großer Unternehmen beauftragt. Beispielsweise das Architekturbüro Coop Himmelblau für die BMW Welt in München,  Zaha Hadid für das BMW Werk Leipzig, Sauerbruch Hutton für die ADAC Zentrale in München. [Show slideshow] Eine qualitative Studie von Herbst (2005) zeigt, dass nur einzelne der umsatzstärksten Dax-Unternehmen mit einzigartigen inneren Vorstellungsbildern verbunden sind – lediglich BMW und Mercedes …

Industriefotografie, Industriearchitektur

UnOrt mit AusbauPotential

Bei der Recherche zu einem Fotowettbewerb über Orte in München, die mehr sein könnten, als sie im Moment sind fiel mir das ehemalige Fernmeldewerk in Aubing ins Auge bzw. vor die Linse. Ein immer mehr verfallendes Gebäude – derzeit mit viel Gestrüpp und Graffiti ringsum – das Potential hätte. Sogar für einen neuen Konzertsaal für die Münchner Philharmoniker kam es schon ins Diskussion in der SZ. [Show slideshow]

Architekturpräsentation

ArchitekTOUR Lenbachhaus

Das Lenbachhaus in München liegt städtebaulich zwar an der Achse Königsplatz – Hofgarten. Jedoch nicht darauf, sondern tangiert die Achse nur. Sichtbar wird der neue Anbau von Sir Norman Foster + Partners nun deshalb, weil er seinen Baukörper in Richtung Brienner Straße schiebt. So gelingt ihm, ohne im Mittelpunkt, auf der Achse zu stehen, trotzdem dort alles Augenmerk auf sich zu ziehen. [Show slideshow] Architecture is an expression of values. – Sir Norman Foster Nach dem Verständnis des Architekten und Stadtplaners Wolf D. Prix vom renommierten Büro Coop Himmelb(l)au ist ein Hochhaus, genau auf der Achse aufgereiht, leblos. Sekanten und Tangenten dagegen schaffen Dynamik. (BMW-Welt in München). Wie ein „Streifschuss“.

Fotografie der Aussegnunghalle Riem

Leise Architekturen

Gegenüber dem Eingang des alten Friedhofes sind die neuen Friedhofsgebäude als strenges, fast klösterliches Geviert in dem sonst fließenden Landschaftspark Riem angeordnet. Die einfachen, klaren Gebäude bilden zusammen mit den rauen Umfassungsmauern einen Ort der Stille. [Show slideshow] Die Anlage wird von drei Höfen gegliedert. Der mittige, ruhige Eingangshof ist Ausgangspunkt für die Wege des Besuchers in den Friedhof, in die Aussegnungshalle, zu den Aufbahrungszellen und zum Eingang des alten Friedhofsbereiches.Die Gebäude sind als aus der Erde wachsende Körper konzipiert: Eiche, Cortenstahl sowie Beton und Naturstein bestimmen das Bild. Alle Materialien sind massiv und unbehandelt belassen. Ihr natürliches Altern steht für den Kreislauf des Lebens. …. Architekten: Andreas Meck Erweiterung Friedhof Riem, Aussegnungshalle, mit Stefan Köppel Fertigstellung Oktober 2000

ArchitekTOUR durch Frankfurt City

Ein Tag in Frankfurt City. Urbane Landschaften in der Architekturfotografie. Ein fotografischer Spaziergang durch den Westhafen in Frankfurt am Main. Was ich antreffe: ein lebendiges Zusammenspiel von alter Industrie und neuer Bankenbauten. Grob abgenutzt versus frisch fertigstellt. Hier fand mein Auge erfrischend unverbrauchte fotografische Kontraste. [Show slideshow]